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Heiliger Geist - Con-solator

Quellangabe: Der Glaube an den dreifaltigen Gott und der Friede in der Welt. Predigt am Dreifaltigkeitsfest, 6. Juni 2004, in Bayeux, in: Werte in Zeiten des Umbruchs, Freiburg 2005, 148–153, 150 f.


Jesus verheißt den Geist der Wahrheit (Joh 16,13), den er dann in derselben Rede mehrmals den „Parakleten“ nennt. Was heißt das? Im Lateinischen wurde dieses Wort mit „Consolator“ übersetzt – der „Tröster“. Ganz wörtlich bedeutet das lateinische Wort: der, der in unsere Einsamkeit hereintritt und sie teilt; der in der Einsamkeit mit uns ist, so dass sie aufhört, Einsamkeit zu sein. Die Einsamkeit ist deshalb für den Menschen Raum der Traurigkeit, weil er die Liebe braucht und Einsamkeit, in die keine Liebe hineinleuchtet, Einsamkeit, die Liebesverlust ist, zugleich die innerste Bedingung unseres Lebens bedroht. Wer Gott nicht mag, mag auch den Menschen nicht. Das Ungeliebtsein ist der Kern menschlichen Leids, menschlicher Traurigkeit. Das Wort Consolator sagt uns: Wir sind nie ganz einsam, nie ganz von der Liebe verlassen. Gott ist durch den Heiligen Geist in unsere Einsamkeit hereingetreten und bricht sie auf. Das ist der wahre Trost – Trost nicht nur mit Worten, sondern Trost in der Kraft der Wirklichkeit.





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