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Jekaterinburg, 15.07.2010
Autor: DBK
Ökumenischer Dialog fordert Sicherung des Religionsunterrichtes - Petersburger Dialog in Jekaterinburg
Bischof Gerhard Ludwig Müller, der als Vorsitzender der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz an den Gesprächen teilnahm, unterstrich die Bedeutung der Teilnahme der Kirchen am Petersburger Dialog, einem von staatlicher Seite initiierten Dialogforum zwischen Deutschland und Russland, das parallel zu den deutsch-russischen Regierungskonsultationen tagt: „Durch unsere Präsenz im Rahmen des Petersburger Dialogs verdeutlichen wir, dass die zwischenkirchlichen Beziehungen ein wesentlicher Bestandteil des gesamtgesellschaftlichen Dialogs zwischen Deutschland und Russland sind.“ Siegfried Kasparick, Regionalbischof in Wittenberg und Leiter der EKD-Delegation bei den Gesprächen in Jekaterinburg, betonte seinerseits den gegenseitigen Lernprozess, der mit dem gemeinsamen Erfahrungsaustausch verbunden ist: „Wenn wir bei unseren Gesprächen danach fragen, welches Bild von den anderen Konfessionen wir in unseren Schulbüchern zeichnen, leisten wir einen wichtigen Beitrag, um Selbstbild und Fremdbild der Kirchen einander anzunähern.“
Die Gespräche über Methoden und Inhalte des Religionsunterrichts sowie eine adäquate Lehrerausbildung sollen in nächster Zeit fortgeführt werden. Das gaben die beiden Koordinatoren der Arbeitsgruppe, Abt Philipp Rjabych (Moskau) und Dr. Johannes Oeldemann (Paderborn), zum Abschluss der Arbeitsgruppensitzung bekannt. Die Arbeitsgruppe Kirchen ist seit 2007 fester Bestandteil des Petersburger Dialogs, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert.

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